Energiewerkstatt® auf dem 6. B.KWK-Kongress in Berlin

Vom 08. – 09. fand in Berlin der 6. branchenübergreifende Kongress des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung statt. Energiewerkstatt® nahm zum zweiten Mal als Sponsor und Aussteller an diesem Branchenhighlight teil. Als eine der wichtigsten Nachrichten des Kongresses konnte aus der Podiumsdiskussion folgende Aussage mitgenommen werden: B.KWK Newsletter 09.10.2014 Politiker halten am KWK-Ausbauziel fest 6. B.KWK-Kongress steht im Zeichen der beginnenden KWKG-Novellierung Das Bekenntnis politischer Vertreter zur Kraft-Wärme-Kopplung war eindeutig. Der parlamentarische Staatssekretär im BMWI, Uwe Beckmeyer, sowie die wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen sprachen sich im Rahmen des 6. branchenübergreifenden KWK-Kongresses des B.KWK einmütig für einen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus. Ebenso herrscht Übereinstimmung darüber, dass das auch im Koalitionsvertrag festgeschriebene Ziel von einem 25-Prozent-KWK-Anteil an der Stromerzeugung unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden kann. Ob und wie die Bedingungen verbessert werden können, wird die beginnende Novellierung des KWKG ergeben. Um eine Steigerung des KWK-Anteils zu erreichen, müssten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen angepasst werden, erläuterte Florian Post, MdB SPD. Und das sollte schnell passieren: „Wir können das nicht auf die lange Bank schieben und die Diskussion über das Strommarktdesign abwarten.“ Dr. Joachim Pfeiffer, MdB CDU, mahnte an, die KWK ins Gesamtsystem zu integrieren. Wie seine Bundestagskollegen hält er am Ausbauziel fest, verweist aber auch auf die Notwendigkeit, zuerst den Bestand zu sichern – was mit der Einführung der EEG-Umlage auf die Eigenstromerzeugung auch für KWK-Strom ein dringendes Anliegen wurde. Pfeiffer: „Wir müssen Eigenstromerzeugung und KWK so lösen, dass wir die bestehende KWK sichern und in ein vernünftiges System überführen.“

Dass „die Bundesregierung zur Kraft-Wärme-Kopplung steht“, wie Staatssekretär Beckmeyer sagte, kommt nach Ansicht des B.KWK gerade richtig. Die Versorgungssicherheit – neben der Kosteneffizienz eine der Leitplanken des BMWI – solle so effizient wie möglich ausgestaltet werden. Beckmeyer: „Eine gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme ist effizient.“ Und nicht nur das, sie spart auch Brennstoff und CO2. Er rief die Verbände auf, sich in den kommenden Diskussionen um die Novellierung des KWKG aktiv einzubringen. Auf das knappe Zeitfenster für die Verbände-Stellungnahmen auf das Prognos-Gutachten zur KWKG-Evaluierung sowie zur KWK-Potenzialanalyse kritisch angesprochen, räumte er spontan eine einwöchige Fristverlängerung ein.