Altersgerechtes Wohnen

Rheinfelden Blockheizkraftwerk und
Carsharing für Senioren

Zu dem Wohnbau in der Müßmattstraße gehören 75 Altenwohnungen, Sozialstation und Tagespflege der Caritas. Die neue Versorgungszentrale soll 106 Tonnen pro Jahr CO einsparen. Wohnbaugeschäftsführer Dieter Burger, Caritas-Chef Rolf Steinegger und Achim Geigle von Energiedienst sehen Vorteile für alle Partner. Der Clou: Elektroautos im neuen Projekt „my e-car“ werden mit bedient.

Bei der Vorstellung des Pilotprojekts, das Energiedienst (ED) als Referenzanlage auf der Verbrauchermesse in Freiburg präsentiert, sah Hausherr Dieter Burger das Interesse der Wohnbau voll erfüllt: 4017 Quadratmeter Wohnfläche und 400 Quadratmeter in der Tagespflege werden durch die Kooperation mit dem Energiedienstleister komfortabel mit Wärme und Warmwasser versorgt. Ein modulares Wärmespeichersystem mit Blockheizkraftwerk (BHKW) leistet einen satten Beitrag für die Umwelt und garantiert Mitarbeitern und Bewohnern warme Räume im ganzen Gebäudekomplex. Die Wohnbau hat dafür über 200 000 Euro in die technische Installation investiert.

Die neue Wärmezentrale in dem Seniorenwohnpark wird vom Keller aus in zwei Räumen gesteuert und bedient. Die Kernelemente bestehen aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) mit bis zu 40 Kilowatt elektrischer Leistung, einem Spitzenlastkessel für besondere Anforderungen und einem modularen Wärmespeicher, der 4000 Liter fasst. Klaus Nerz (Energiedienst) geht davon aus, dass im Jahr damit auch 250 000 kWh Strom erzeugt werden, von denen 150 000 direkt vor Ort verbraucht werden. Alle sozialen Einrichtungen machen davon schon Gebrauch und 60 Prozent der Mieter sind schon dabei. Ziel ist es, mindestens 90 Prozent dafür zu gewinnen. Dadurch, dass das Car-Sharing ‚my e-car‘ mit angeschlossen wird, „laufe dieses System effizient“, erklärt Nerz. Überschüssiger Strom wird nicht im Netz verwendet, sondern geht an ED.

Die Auflagen nach dem e-Wärmegesetz erfülle die Pilotanlage laut ED und sie biete auch Legionellenschutz mit einer Wassertemperatur über 60 Grad. Dadurch, dass der Spitzenlastkessel mit Gas betrieben und die Anlage fernüberwacht wird, erwartet der Betreiber konstanten Betrieb.

Ort: Rheinfelden
Maschine: ASV 40

  • Inbetriebnahme: 06.10.2014
  • Betriebsstunden (Oktober 2017): 14.734 h
  • Stromerzeugung (Oktober 2017: 460.443 kWh
  • CO2 Einsparung bisher insgesamt: 56 t