Stadtwerke Augsburg
über Projekt mit BHKW von Energiewerkstatt

Im swa Magazin Frühjahr 2018 veröffentlichen die Stadtwerke Augsburg einen Artikel über ein Projekt, bei dem ein BHKW von Energiewerkstatt in einer Wohnanlage eingebaut wurde.

Aus grünem Strom wird Erdgas

ENERGIEWENDE – Die swa haben zusammen mit der Wohnbaugruppe Augsburg und der EXYTRON GmbH einen kleinen Durchbruch bei der Lösung eines großen Problems der Energiewende erzielt: Mit einer Power-to-Gas-Anlage lässt sich nicht genutzter Strom aus regenerativen Energien im Haus speichern.

Deutschlandpremiere in der Augsburger Marconi-Straße. Die Stadtwerke Augsburg bauen hier erstmals eine dezentrale Power-to-Gas-Anlage in eine seit 1974 bestehende Wohnanlage ein. Mit diesem innovativen Verfahren wird überschüssiger, regenerativ erzeugter Strom in synthetisches Erdgas umgewandelt und kann damit vor Ort gespeichert werden. Damit werden in der Wohnanlage der Wohnbaugruppe Augsburg (WBG) 70 Wohnungen klimafreundlich mit Strom und Wärme versorgt. Denn die Anlage reduziert den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), Stickstoffdioxid und Feinstaub um bis zu 100 Prozent.

Deutschlandpremiere in der Marconi-Straße

Die Power-to-Gas-Anlage ist mit ihrem Einsatz in der sanierten Wohnanlage in der Augsburger Marconi-Straße die erste ihrer Art in Deutschland. Im Frühjahr wurde damit begonnen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach anzubringen. Den Solarstrom verbrauchen die Mieter idealerweise direkt im Haus. Die Energie, die gerade nicht genutzt wird, wird mit einem cleveren Verfahren im Keller des Hauses in synthetisches Erdgas umgewandelt. Hierzu wird mittels Elektrolyseanlage Wasserstoff erzeugt. Brauchen die Mieter dann wieder Strom, beispielsweise nachts oder wenn die Sonne nicht scheint, wird aus dem so gewonnenen Erdgas mit einem Blockheizkraftwerk und Brennwertthermen Wärme und Strom für die Mieter erzeugt.

SWA Magazin Frühjahr 2018

Klimaneutral dank geschlossenem Kreislauf

Der Clou: “Bei dem System handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf”, erklärt swa Projektleiter Karl-Heinz Viets. “Die Abwärme aus der Elektrolyse und Methanisierung wird ebenfalls als Wärme für das Haus genutzt und das freiwerdende CO2 aus der Verbrennung im Blockheizkraftwerk und den Brennwertthermen wird für die Produktion von synthetischem Erdgas aus Wasserstoff eingesetzt.”

Dieser von dem Rostocker Unternehmen EXYTRON entwickelte hocheffiziente Wirkungskreislauf kann den CO2-Fußabdruck des alten, sanierten Gebäudeblocks deutlich auf das vergleichbare Niveau eines im Bereich der Bestandsbauten bisher noch nicht erreichten Passivhaus-Plus-Standards absenken. Und das Beste: Die Anlage kann nicht nur in jedes Bestandsgebäude eingebaut werden, sondern die Energiepreise für die Mieter bleiben stabil.

Quelle: swa Magazin Frühjahr 2018

Artikel auf der Webseite der Stadtwerke Augsburg